Der Dispokredit
Der Dispokredit ist ein Kredit über den im Grunde genommen so gut wie jede Person verfügen kann. Dieser Kredit wird auch Überziehungskredit genannt. Dispositionskredit wird über da Girokonto genommen. Wenn das Girokonto eröffnet wird, entsteht eine Vereinbarung zwischen der Bank und dem Kontobesitzer bei dem festgelegt wird wie viel Geld der Kontoinhaber zusätzlich zu der Summe die im Konto ist, bekommen kann. Diese Summen sind meistens nicht sehr hoch, aber bis zu 5.000 Euro können sie gelangen. Es gibt auch Konten die teurer sind bei denen auch sehr große Summen vergeben werden können, aber diese sind meistens nur an bestimmte Kategorien gerichtet.
Wenn der Dispokredit genommen wird, überprüft die Bank den Kreditnehmer nicht mehr, und Garantien muss er auch keine mehr bringen. Meistens liegt die Summe bei dem zweifachen oder dreifachen der Summen die jeden Monat in das Konto fließen.
Die Frist des Dispokredits ist sehr lang oder manchmal sogar unbefristet. Allerdings wachsen die Zinsen rasch, so dass nach zwei oder drei Monaten eine große Verschuldung entsteht. In den ersten zwei oder drei Monaten sind die Zinsen klein, und es gibt kein Problem. Aber danach ist es leicht sich groß zu verschulden und deshalb sollte man sehr vorsichtig mit dem Dispokredit umgehen. Wenn man sich nicht absolut sicher sein kann, dass man den Kredit in acht Wochen komplett abbezahlen kann, sollte man nicht zu diesem Mittel greifen. Besser ist es in diesem Fall einen Kredit ohne Schufa nehmen.
Die Kündigung des Dispokredits von der Bank ist möglich und passiert meistens dann wenn die Bank Liquidität braucht, oder wenn sich die Lage des Kreditnehmers ändert, also wenn er zum Beispiel arbeitslos wird.
Man kann sogar das Limit für den Dispokredit überziehen, aber in diesem Fall kommen noch größere Zinsen auf, und deshalb ist dies nur sehr selten eine gute Idee. Die Gefahr der Überschuldung ei einem Dispokredit ist sehr groß. Viele Personen fühlen sich von der Idee sich schnell Geld zu leihen verlockt und greifen zu dem Dispokredit weil er einfach da ist. Aber das wird schnell zu einem großen Problem, wenn man durch ein paar unerwartete Zwischenfälle in die Situation kommt den Kredit nicht bezahlen zu können. Es entstehen Schulden die nur über eine Umschuldung bezahlt werden können, und aus einem Spaß entsteht ein Problem dass einen Jahre lang verfolgt.
In den Vereinigten Staaten ist dies in den ´90 Jahren zu einem Problem geworden, denn Girokonten mit Dispokredit wurden sogar minderjährigen angeboten, die aber mit dieser Verantwortung nicht umgehen konnten und sich viel zu leichtsinnig einen Dispokredit geholt haben um sich Videospiele oder Kleidung zu kaufen. Das Risiko besteht besonders darin, dass man sich denkt, zehn Euro sind kein Problem. Wenn man das immer wieder macht, werden aus zehn Euro Hundert Euro, und aus hundert fünf Hundert die schon zu einem größeren Problem wachsen können. Deshalb sollte der Dispokredit als Notfallkredit gesehen werden und nicht als Konsumkredit.
Aber nicht nur Jugendliche gehen manchmal gewissenlos mit Geld um, auch Erwachsene haben oft ihre Finanzen nicht im Griff. Die Gründe, warum erwachsene Menschen oft ihr Konto überziehen, sind ganz unterschiedlich. Die einen leiden unter Kaufsucht, die anderen müssen ihr Girokonto ständig überziehen - und somit einen Dispositionskredit aufnehmen - weil sie Probleme mit Unterhaltsfragen haben. Aus derartigen Gründen einen Dispositionskredit aufzunehmen, ist jedoch vollkommen unnötig. Man sollte es eigentlich gar nicht erst soweit kommen lassen, sondern von vorne herein klären, wer wie viel Unterhalt zu bezahlen hat. Steckt man aber bereits im Schlamassel, hilft hier beispielsweise der Rechtsschutz Unterhalt. Er wird von der ARAG angeboten.
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